Zum Inhalt | Zum Servicemenü | Zum Hauptmenü |

Druckversion .
Seite vorlesen

Pressearchiv

29. Juli 2010
Wirtschaftspolitik / Arbeitsmarkt Bayern

Bayerns Wirtschaftsminister Zeil zu den Arbeitsmarktzahlen für Juli 2010

Zeil: „Drohendem Fachkräftemangel zeitig gegensteuern“

MÜNCHEN    Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil zu den heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen: „Unsere aktive Wirtschaftspolitik mit klarem ordnungspolitischen Leitbild trägt Früchte. Der bayerische Arbeitsmarkt hat sich im Juli weiter spürbar stabilisiert. Weite Teile Bayerns befinden sich wieder auf dem Weg in Richtung Vollbeschäftigung. Wir müssen jetzt die Weichen für die Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze durch Förderung von Bildung, Technologie und Wissenschaft stellen.“ In 17 der 27 bayerischen Agenturbezirke habe die Arbeitslosenquote im Juli unter 4 Prozent gelegen. Für die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes zeigte sich der Minister zuversichtlich: „Die Konjunkturaussichten sind ausgesprochen positiv. Ich halte einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit in Bayern bis zum Herbst auf unter 250 000 für möglich.“

 

Zeil betont, dass rückläufige Arbeitslosigkeit und zunehmender Fachkräftemangel zwei Seiten derselben Medaille seien. „Das Thema Fachkräftemangel entwickelt sich bereits im Jahr eins nach der Rezession zu einem ernsthaften Problem für Teile der bayerischen Wirtschaft“, so Zeil. Nach Angaben des Verbandes der Metallarbeitgeber werden in Bayern bereits in fünf Jahren eine halbe Million Arbeitskräfte fehlen. Die bisherigen Zuwanderungserleichterungen für Hochqualifizierte bezeichnet Zeil als bei Weitem nicht ausreichend.

 

Um das Thema Fachkräftemangel künftig besser in den Griff zu bekommen, plädiert Zeil für eine Dreifachstrategie. Zeil: „Wir müssen erstens die Aus- und Weiterbildung in Deutschland weiter stärken, um gering Qualifizierten bessere Beschäftigungschancen zu bieten. Wir müssen zweitens die Erwerbsbeteiligung vor allem auch von Frauen und Älteren weiter steigern. Andererseits brauchen wir drittens ein geregeltes Zuwanderungssystem, das den Erfordernissen des Arbeitsmarktes besser gerecht wird.“ Zeil plädierte dafür, kurzfristig die Einkommensgrenzen für ausländische Facharbeiter weiter zu senken. Mittelfristig müsse das Zuwanderungsrecht zu einem Punktesystem nach angelsächsischem Muster umgebaut werden. „Mit einem klaren Punktesystem können wir im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen“, so Zeil.

 

Nach den aktuellen Daten aus Nürnberg waren im Juli im Freistaat 274 705 Menschen ohne Arbeit, 4 623 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,1 Prozent.

- . -

 

 

 

 


Pressemitteilung-Nr. 385/10




Quelle: http://www.stmwivt.bayern.de//presseinfo/pressearchiv/2010/07/pm385.html (02. 09. 2010)