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Pressearchiv

27. Juli 2010
Wirtschaftspolitik / Breitbandausbau

Bayerisches Wirtschaftsministerium veranstaltet gemeinsam mit der Bundesnetzagentur Workshop zu Schaltverteiler

Zeil und Henseler-Unger: „Mit Schaltverteilern Breitbandausbau vorantreiben

MÜNCHEN    Die Versorgung ländlicher Regionen mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen gehört zu den zentralen Aufgaben der Zukunftsgestaltung. Die Telekommunikationsregulierung ist ein wichtiger Baustein, mit dem bei dieser Aufgabe schnelle Fortschritte erzielt werden können. Das haben Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil und die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, Dr. Iris Henseler-Unger, bei einem vom Bayerischen Wirtschaftsministerium organisierten Workshop zum Thema Schaltverteiler betont. Zeil: „Mit einem Schaltverteiler kann die Breitbanderschließung auf der letzten Meile wirtschaftlicher gestaltet werden. Dadurch verbessern sich nicht nur die Chancen der Gemeinden zur Schließung weißer Flecken, sondern auch die Chancen des Mittelstands, am Breitbandausbau mit Festnetzlösungen mitzuwirken. Gestern konnte ich in Neumarkt Bayerns ersten Schaltverteiler in Betrieb nehmen. Die Breitbandversorgung Neumarkts wurde im Rahmen des Bayerischen Breitbandprogramms gefördert. Mit dem heutigen Workshop geben wir beteiligten Unternehmen die Gelegenheit, ihre Erfahrungen auszutauschen.“

 

Henseler-Unger betont, dass die Bundesnetzagentur im letzten Jahr mit einer Grundsatzentscheidung zum Schaltverteiler die Weichen dafür gestellt habe, dass Wettbewerber der Deutschen Telekom eine einfachere Erschließung und Versorgung sogenannter ‚weißer Flecken’ mit breitbandigen Internetanschlüssen realisieren können. Damit sei es auch mittelständischen Unternehmen möglich, ihr Potential und Know-how einzusetzen, um Kunden, die bislang keinen Breitbandzugang haben, zügig mit schnellen Internetanschlüssen zu versorgen. „Wir appellieren an die Deutsche Telekom und die Wettbewerbsunternehmen, konstruktiv und zielgerichtet zusammenzuarbeiten. Schließlich warten viele Gemeinden auf einen Breitbandanschluss“ so Zeil und Henseler-Unger.

 

Die Bayerische Staatsregierung setzt sich mit Nachdruck für den Breitbandausbau in Bayern ein. Über die Hälfte der bayerischen Gemeinden hat das Förderverfahren mittlerweile durchlaufen. Bislang wurden in 442 Gemeinden Breitbandinvestitionen gefördert. Nach Entscheidungen der Bundesnetzagentur muss die Deutsche Telekom ihren Wettbewerbern den Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sogenannte ‚letzte Meile’, auch an einem Schaltverteiler gewähren. Mit der Zugangsmöglichkeit zur TAL an einem Schaltverteiler verkürzt sich die Länge der Leitungen zwischen der aktiven Technik des Anbieters und dem Endkunden, wodurch eine Internetversorgung mit hoher Bandbreite erst möglich wird. Darüber hinaus wird durch die Bündelung der erforderlichen DSL-Technik an nur einem zentralen Punkt die Erschließung ländlicher Gebiete einfacher. Insbesondere entfallen die ansonsten notwendige Anbindung jedes einzelnen Kabelverzweigers und die dafür erforderlichen, aufwändigen Tiefbauarbeiten.

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Pressemitteilung-Nr. 383/10




Quelle: http://www.stmwivt.bayern.de//presseinfo/pressearchiv/2010/07/pm383.html (02. 09. 2010)